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Das wichtigste Publikationsprojekt der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien ist die kontinuierliche Herausgabe des Magazins "themen + frequenzen". Es erscheint vierteljährlich in einer Auflage von 3.500 Exemplaren. Das 4iMEDIA Journalistenbüro unterstützt die SLM durch die Gesamtproduktion der Zeitschrift.

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4iMEDIA Journalistenbüro Leipzig
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Dialog mit Medienmachern


ALS EINZIGE Landesmedienanstalt in Deutschland hat die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien seit einigen Jahren einen Ausschuss ihrer Versammlung etabliert, der sich neben Fragen der Medienkompetenz auch mit Problemen der Medienethik befasst. Die Geschäftsordnung der Versammlung schreibt dem Ausschuss Medienkompetenz und Medienethik - kurz AMM - als Aufgabe vor: "Medienkompetenz unter Berücksichtigung der Medienethik und ihrer weiteren Entwicklung durch Erarbeitung von Vorschlägen zur Förderung medienpädagogischer Maßnahmen" voranzubringen.

Während sich die beiden anderen Ausschüsse mit aktuellen Fragen der Technik beziehungsweise der Programmaufsicht befassen, ist die Aufgabe des AMM mehr prinzipieller Art. Besonders am Herzen liegt ihm die Entwicklung der Medienpädagogik - und hier besonders die Zusammenarbeit und Etablierung der Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle. Auch sie sind eine sächsische Besonderheit, wie auch andere Landesmedienanstalten ihre Besonderheiten haben. In diesem Zusammenhang ist es zu sehen, dass von diesem Ausschuss die Initiative zur Erstellung der Studie "Medienethische Qualitätskriterien" ausging. In der letzten Ausgabe der "themen + frequenzen" stellte der Autor, Prof. Dr. Klaus Beck, die Studie bereits vor. In ihr sind medienethische Prinzipien erarbeitet worden, die darauf abzielen, dass die Sender ihre Verhaltensweisen danach ausrichten und die Wirkung ihrer Sendungen besser abschätzen können. Die SLM wird die Studie im Rahmen ihrer Schriftenreihe, Band 15, veröffentlichen. Des Weiteren ist beabsichtigt, die Ergebnisse der Studie in der Veranstaltungsreihe "SLM im Gespräch" am 4. Mai vorzustellen. Auf ihrer Grundlage sollen handhabbare, knapp gefasste Zielvorstellungen erarbeitet werden.

Daneben wird der Ausschuss 2006 seine laufende Arbeit fortsetzen und wieder einige Rundfunkveranstalter, SAEKs und Schülerredaktionen besuchen, um mit den "Medienmachern" ins Gespräch zu kommen. Außerdem möchte sich der AMM beispielsweise über die "Spezifik medienpädagogischer Rezeptionsarbeit" und über eine Diplomarbeit zu "mobilen medienpädagogischen Initiativen" informieren. Ebenso ist der Start eines Projektes "Mobile Medienaktivitäten in Sachsen" geplant.

Dadurch soll es ermöglicht werden, dass Medienkompetenz nicht nur in größeren Städten, sondern auch auf dem Lande weiterentwickelt wird. Um bei dieser Arbeit voranzukommen, ist beabsichtigt, Lehrerfortbildungen anzubieten und dazu das Kultusministerium und die Regionalschulämter mit ins Boot zu holen. Die im Herbst zur Tradition gewordenen Jugendmedienschutztage der SLM werden auch in diesem Jahr angeboten. Der Ausschuss begleitet - wie schon in den Vorjahren - die Ausschreibung und Verleihung des Medienpädagogischen Preises. Schließlich ist ein Besuch in Sachsen-Anhalt geplant; dabei sollen mit den offenen Rundfunkkanälen Erfahrungen ausgetauscht werden, um wichtige Anregungen für die weitere Arbeit des Ausschusses zu erhalten.