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Das wichtigste Publikationsprojekt der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien ist die kontinuierliche Herausgabe des Magazins "themen + frequenzen". Es erscheint vierteljährlich in einer Auflage von 3.500 Exemplaren. Das 4iMEDIA Journalistenbüro unterstützt die SLM durch die Gesamtproduktion der Zeitschrift.

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4iMEDIA Journalistenbüro Leipzig
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Trent zur Wollmilchsau

"IRGENDWAS mit Medien" ist zwar eine sehr vage, aber recht häufig anzutreffende Beschreibung des Berufswunsches von jungen Menschen. Und so vage der Begriff "Medien" als Berufsziel ist, so vielfältig sind die Wege in die begehrte Branche. Schließlich bieten alle großen Universitäten und Fachhochschulen Sachsens einen oder mehrere Studiengänge zu diesem Thema an. Die größte Medien-Ausbildungsstätte im Freistaat ist das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaften der Uni Leipzig mit aktuell rund 3.000 immatrikulierten Studenten. Neben 1.600 KMW-Studenten finden sich 800 angehende Diplom-Journalisten sowie knapp 900 Nebenfächler.

"Die Universitäten sind mit solchen Studentenzahlen an den Grenzen ihrer Kapazität angelangt", meint Mark-Steffen Buchele, Geschäftsführer des Masterprogrammes Medien in Leipzig. Nach Ansicht Bucheles gehört die Zukunft verkürzten Studiengängen, die beispielsweise Bachelor-Abschlüsse anbieten: "Diesen Trend haben ja auch die Unis mittlerweile erkannt: Sie beginnen, entsprechende Angebote zu machen." So werden beispielsweise aktuell am Dresdner Institut für Kommunikationswissenschaften (IfK) wie auch an der Hochschule Mittweida Magister- und Diplomabschlüsse Schritt für Schritt in Bachelor- und Master-Studiengänge umgewandelt. Dadurch soll eine Internationalisierung vorangetrieben werden - häufig auch in Verbindung mit obligatorischen Auslandsaufenthalten. So hat das IfK zum Sommersemester das letzte Mal Nebenfächler immatrikuliert, als Hauptfach ist der Magisterstudiengang bereits im vergangenen Wintersemester ausgelaufen. Statt dessen wird auf Bachelor "Medienforschung/Medienpraxis" studiert - bislang von 41 Studenten, die sich in der Vorauswahl gegen rund 700 Mitbewerber durchgesetzt haben.

"Neben der Internationalisierung der Abschlüsse ist die Kürze der Ausbildungsgänge ein weiterer wichtiger Vorteil. Wo bisher fünf Jahre Studium auf dem Plan standen, hat der Absolvent nun schon nach drei Jahren einen Abschluss in der Hand. So können die jungen Medienmacher schneller in den Arbeitsmarkt gehen", beschreibt Buchele die Vorteile dieser Entwicklung. Nach Ansicht des Leipziger Experten sind die Berufsaussichten für angehende Redakteure in Sachsen auch aktuell noch immer gut: "Der Markt braucht junge, kompetente Medienleute. Denn der hemdsärmelige Journalist wird langsam abgelöst durch wissenschaftlich ausgebildete Redakteure, die analytisch an die Medienarbeit herangehen und das notwendige journalistische Handwerkszeug mitbringen. Deshalb ist auch der verstärkte Praxisbezug wichtig, den die neu geschaffenen Studiengänge beinhalten." Auf die Forderung nach mehr Praxis und nach immer umfassender ausgebildeten journalistischen Fachkräften reagieren die Hochschulen auch mit ganz individuellen Lösungen: So steht im Chemnitzer Studiengang Medienkommunikation die Vernetzung von Internet und Multimedia mit einem zusätzlichen inhaltlichen Modulsystem im Mittelpunkt der Lehre. Dazu werden geisteswissenschaftliche mit technischen und wirtschaftlichen Modulen verknüpft wie zum Beispiel Rhetorik mit Recht und Informatik. Eine andere Auswirkung dieses Trends zur Diversifizierung zeigt sich an der Hochschule Mittweida, wo nach umfassenden Umstrukturierungen in den letzten Jahren nun den Studierenden ganz individuell auf einzelne Medienberufe zugeschnittene Studiengänge angeboten werden.

Und mit dem Masterprogramm Medien in Leipzig (MML) ruft die Universität Leipzig gemeinsam mit der HTWK und der Medienstiftung der Sparkasse zum kommenden Wintersemester einen neuen Studiengang ins Leben, der dem Trend zur Spezialisierung entspricht und ebenfalls auf die Forderung nach mehr Praxisausbildung reagiert, wie MML-Geschäftsführer Buchele erklärt: "Das Ziel dieses Masterstudiums ist es, mit einer Kombination aus theoretischemÜberblickswissen und Projektmitarbeit in Medienunternehmen die umfassend gebildeten Medienmacher auszubilden, die in Zukunft immer mehr gebraucht werden - eben die eierlegende Wollmilchsau unter den Redakteuren."